Montecristo – das verbotene Naturschutzgebiet

Montecristo ist eine Insel im Tyrrhenischen Meer, die unter strengem Naturschutz steht und ausschließlich mit einer Genehmigung der Behörden betreten werden darf. Zuwiderhandlungen werden mit drakonischen Geldstrafen geahndet.

Montecristo

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Montecristo: Verlassenes Eiland im Tyrrhenischen Meer

Einsam und verlassen liegt die Granitinsel Montecristo im Tyrrhenischen Meer zwischen dem italienischen Festland und der französischen Insel Korsika. Schroff und unnahbar ragen die dunklen Felsklippen in der Ferne aus dem Wasser auf. Piraten, Einsiedler und Aussteiger bot Montecristo einst Zuflucht. Heute lebt nur noch ein Ehepaar dauerhaft in einer Wildhüterstation. Sie sind die Inselwärter und wachen streng über die Einhaltung der strengen Naturschutzbestimmungen. Niemand darf die Insel ohne Genehmigung betreten. Kein Boot darf vor der Küste ankern. Fischen und Baden werden mit hohen Geldstrafen geahndet. Montecristo ist spärlich bewachsen. Baumheide, mediterrane Macchia und Rosmarin überwuchern die kargen Felsen im Inselinneren. Einst bedeckten dichte Steineichenwälder das verlassene Eiland, die jedoch bereits von den Etruskern gerodet wurden. Verwilderte Hausziegen streunen über die Insel und sorgen dafür, dass junge Pflanzen nur eine geringe Überlebenschance haben. Nur den im 19. Jahrhundert eingeschleppten Götterbaum verschonen die Ziegen. Er breitet sich auf der Insel mit rasender Geschwindigkeit aus.

Montecristo – Klosterinsel und Piratenunterschlupf

Montecristo ist eine sagenumwobene Insel und Mythen ranken sich um legendäre Schätze, die seit Jahrhunderten auf ihre Entdeckung warten. Im 7. Jahrhundert waren Mönche die ersten Siedler im Mittelalter, die sich auf Montecristo niederließen. Sie folgten dem Bischof von Palermo, der im Jahr 455 vor den Vandalen auf die Insel flüchtete. Die Mönche erbauten ein Kloster, das schon bald großen Einfluss erlangte, der sich bis in die Toskana und nach Korsika erstreckte. Alte Überlieferungen berichten von ungeheuren Reichtümern, die die Mönche bis zum 13. Jahrhundert angehäuft haben sollen. Die vermeintlichen Schätze weckten Begehrlichkeiten, die im 16. Jahrhundert den türkischen Piraten Dragut auf den Plan riefen. Im Jahr 1553 überfiel er mit seinen Gesinnungsgenossen das Kloster und brannte alles nieder. Ob die Seeräuber die Schätze gefunden haben, ist nicht überliefert. 300 Jahre später ließ sich Alexandre Dumas von dem Stoff inspirieren und veröffentlicht den Weltbestseller „Der Graf von Montecristo”. Dumas erzählt die Geschichte von Edmond Dantes, der die Schätze fand und mithilfe des neu gewonnenen Reichtums grausame Rache an seinen Rivalen nimmt.

Wechselvolle Geschichte der Insel Montecristo

Nachdem die Mönche das Kloster verlassen hatten, verfielen die Gebäude zunehmend und heute sind nur noch die Ruinen der einst so reichen Abtei übrig. Daneben ist die verfallene Villa des Engländers Sir George Watson Taylor das einzige Gebäude auf der Insel. Nachdem er die Villa im 19. Jahrhundert errichten lassen hatte, ging er pleite. Dem britischen Kunstsammler ist es zu verdanken, dass sich der chinesische Götterbaum wie eine Plage auf der Insel ausbreitet, denn er ließ die asiatischen Pflanzen damals für seinen Garten anliefern. Kurzzeitig war Montecristo danach eine Strafkolonie, bevor die Insel von König Vittorio Emanuele III. als Jagdrevier genutzt wurde. Heute erhalten pro Jahr maximal 1.000 Besucher Zutritt zur Insel. Selbst Naturforscher müssen oft monatelang auf eine Genehmigung der italienischen Behörden warten.

Montecristo ist eine verlassene Insel im Tyrrhenischen Meer, die unter strengem Naturschutz steht. In Ihrem Urlaub in einem Ferienhaus in Italien können Sie das Eiland nur aus weiter Entfernung im Rahmen eines Bootsausfluges besichtigen.

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